The Eighties

Achtteilige Doku-Serie von Tom Hanks, Gary Goetzman und Mark Herzog

Samstag, 13. Juli und Samstag, 20. Juli, 17 Uhr

Die Achtziger waren das Jahrzehnt, in dem konservative Werte nach den revolutionären Sechzigern und den wilden Siebzigern wieder auf dem Vormarsch waren.

Ronald Reagan zog ins Weiße Haus ein und der Kalte Krieg erreichte einen neuen Höhepunkt, bevor die Mauer 1989 schließlich doch fiel. Der Aktienhandel an der Wall Street erlebte einen nie dagewesenen Boom. Die Yuppies symbolisierten die neue materialistische, von Gier geprägte Kultur. Mit der massenhaften Ausbreitung von AIDS sah sich die Welt mit einer

tödlichen Krankheit und ihren politischen und kulturellen Folgen konfrontiert. Der Computer wurde geboren und eine technologische Revolution begann. Die Musikwelt entdeckte Hip-Hop, MTV, Prince und U2. Erfolgreiche Serien brachten eine neue Qualität ins Fernsehen. Und jeder fragte sich: "Wer erschoss J.R. Ewing?"

Oscarpreisträger Tom Hanks und die Emmy-Award-Gewinner Gary Goetzman und Mark Herzog produzierten die Dokumentarserie in Kooperation mit HBO und CNN.

Zu Beginn der achtziger Jahre wurde die amerikanische Fernsehlandschaft von nur drei großen Sendeanstalten dominiert. Doch mit dem Aufkommen des Kabelfernsehens drängten neue Sender auf den Markt und MTV erfand das Musikfernsehen. Mit der größeren Auswahl und neuen Erfindungen wie der Fernbedienung und dem Videorekorder änderten sich auch die Sehgewohnheiten der Zuschauer. Prime Time-Soaps wie "Dallas" oder Krimiserien wie "Miami Vice" lockten Millionen vor den Fernseher. Sportübertragungen wurden beliebter denn je und die Talkshows erlebten einen rasanten Aufstieg.

CNN wurde in den achtziger Jahren der erste große Nachrichtensender und FOX etablierte sich als vierter großer Programmanbieter. Talkmaster Johnny Carson dankte ab, David Letterman verhalf den Late Shows zu ihrem großen Erfolg. Die Comedy-Show "Saturday Night Live" überwand eine Krise und ermöglichte späteren Stars wie Bill Murray oder Eddie Murphy den Durchbruch. Die Frauen eroberten die Nachrichtenredaktionen. Eine Comedyserie stellte mit großem Erfolg einen Gegenentwurf zur "Bill Cosby Show" dar: "Eine schrecklich nette Familie" parodierte die heile Welt der Huxtables und brach Tabus.

1980 erschütterte die Ermordung John Lennons die Welt. Mit dem Tod des Ex-Beatles wurde die Kultur der Sechziger und Siebziger Jahre endgültig ausgelöscht. MTV ging in den Achtzigern auf Sendung und mit dem Aufkommen der Musikvideos wurde der Tod des Radios hinaufbeschworen. Britische Bands wie Duran Duran, The Cure, New Order oder Depeche Mode prägten einen neuen Sound, der viele Nachahmer fand. Schwarze Musik fand im Musikfernsehen zunächst kaum statt und selbst Michael Jackson lief nicht sofort auf MTV. Megastars wie Whitney Houston und Madonna legten den Grundstein für ihre Karrieren.

Die AIDS-Krise prägte die achtziger Jahre. Diese extrem tödliche Krankheit wurde zu einer Pandemie mit weitreichenden politischen und kulturellen Auswirkungen. Tausende steckten sich mit dem tödlichen HI-Virus an, der die Immunschwächekrankheit hervorruft. Die Schuldigen für den Ausbruch der neuen Krankheit waren schnell gefunden: Homosexuelle, Drogenabhängige und andere Minderheiten wurden zunehmend diskriminiert. Als Hollywood-Star Rock Hudson bekannt gab, dass er an AIDS erkrankt war, standen die Krankheit und der Kampf dagegen endgültig im Fokus der Öffentlichkeit.

Kaum ein Präsident hat eine Ära so nachhaltig und tiefgreifend geprägt wie Ronald Reagan die Achtziger. Am Anfang des Jahrzehnts durchlief die amerikanische Wirtschaft eine schwerwiegende Rezession. Das Land wollte einen Neuanfang, und den versprach der ehemalige Hollywood-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien. Als er das Weiße Haus eroberte, kontrollierten die Republikaner zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert auch den Senat. Damit rückte Amerika deutlich nach rechts. Nach einem Attentatsversuch stieg die Popularität des ohnehin beliebten Präsidenten noch weiter.

Sendetermine

Samstag, 20.07.2019 17:00
Mittwoch, 24.07.2019 06:00

Nach den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der siebziger Jahre schien eine politische Neuausrichtung unvermeidbar. Wohlstand und Materialismus wurden immer mehr zum essentiellen Bestandteil der amerikanischen Kultur. Präsident Reagan war gegen eine staatliche Kontrolle der Wirtschaft und ermöglichte eine umfassende Deregulierung des Finanzmarkts. Dadurch konnten sich Wall Street-Investoren über steigende Aktienkurse freuen. Junge Leute verdienten an der Börse sehr schnell viel Geld. Die sogenannten Yuppies scheuten sich nicht, das Geld auch wieder auszugeben und ihren Wohlstand zu zeigen.

Sendetermine

Samstag, 20.07.2019 17:45
Mittwoch, 24.07.2019 06:45

Die Achtziger begannen mit einem erneuten Aufleben der Konfrontation der Nuklear-Supermächte USA und Sowjetunion. Stellvertreterkriege in Afghanistan und Lateinamerika sowie die Stationierung von amerikanischen Marschflugkörpern in Europa sorgten für die Verschärfung des Konflikts. Präsident Reagan galt als antikommunistischer Hardliner und war gegen die Entspannungspolitik der siebziger Jahre. Unter seiner Regierung begann das Wettrüsten mit den Staaten des Warschauer Pakts. Der Kalte Krieg eskalierte.

Sendetermine

Samstag, 20.07.2019 18:30
Sonntag, 21.07.2019 13:40
Mittwoch, 24.07.2019 07:30

Zu Beginn des Jahrzehnts nutzten die meisten Leute Technik, die es schon seit Jahrzehnten gab: Schreibmaschine, Taschenrechner, Fernseher oder Plattenspieler. Digital war höchstens die Armbanduhr. Der Walkman galt als große Innovation: ein kompaktes Gerät, mit dem man seine Lieblingsmusik endlich auch unterwegs anhören konnte. Videorekorder ermöglichten zeitversetztes Fernsehen und sorgten für einen Boom auf dem Heimkinomarkt. Videospiele wurden zu einem Phänomen - besonders unter Jugendlichen. Die ersten Mobiltelefone begannen, die Nutzer immer und überall zu vernetzen.

Sendetermine

Samstag, 20.07.2019 19:15
Sonntag, 21.07.2019 14:25
Mittwoch, 24.07.2019 08:15

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