The Eighties

Achtteilige Doku-Serie von Tom Hanks, Gary Goetzman und Mark Herzog

Montags, 20:15 Uhr

Die Achtziger waren das Jahrzehnt, in dem konservative Werte nach den revolutionären Sechzigern und den wilden Siebzigern wieder auf dem Vormarsch waren.

Ronald Reagan zog ins Weiße Haus ein und der Kalte Krieg erreichte einen neuen Höhepunkt, bevor die Mauer 1989 schließlich doch fiel. Der Aktienhandel an der Wall Street erlebte einen nie dagewesenen Boom. Die Yuppies symbolisierten die neue materialistische, von Gier geprägte Kultur. Mit der massenhaften Ausbreitung von AIDS sah sich die Welt mit einer

tödlichen Krankheit und ihren politischen und kulturellen Folgen konfrontiert. Der Computer wurde geboren und eine technologische Revolution begann. Die Musikwelt entdeckte Hip-Hop, MTV, Prince und U2. Erfolgreiche Serien brachten eine neue Qualität ins Fernsehen. Und jeder fragte sich: "Wer erschoss J.R. Ewing?"

Oscarpreisträger Tom Hanks und die Emmy-Award-Gewinner Gary Goetzman und Mark Herzog produzierten die Dokumentarserie in Kooperation mit HBO und CNN.

Kaum ein Präsident hat eine Ära so nachhaltig und tiefgreifend geprägt wie Ronald Reagan die Achtziger. Am Anfang des Jahrzehnts durchlief die amerikanische Wirtschaft eine schwerwiegende Rezession. Das Land wollte einen Neuanfang, und den versprach der ehemalige Hollywood-Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien. Als er das Weiße Haus eroberte, kontrollierten die Republikaner zum ersten Mal seit einem Vierteljahrhundert auch den Senat. Damit rückte Amerika deutlich nach rechts. Nach einem Attentatsversuch stieg die Popularität des ohnehin beliebten Präsidenten noch weiter.

Nach den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der siebziger Jahre schien eine politische Neuausrichtung unvermeidbar. Wohlstand und Materialismus wurden immer mehr zum essentiellen Bestandteil der amerikanischen Kultur. Präsident Reagan war gegen eine staatliche Kontrolle der Wirtschaft und ermöglichte eine umfassende Deregulierung des Finanzmarkts. Dadurch konnten sich Wall Street-Investoren über steigende Aktienkurse freuen. Junge Leute verdienten an der Börse sehr schnell viel Geld. Die sogenannten Yuppies scheuten sich nicht, das Geld auch wieder auszugeben und ihren Wohlstand zu zeigen.

Die Achtziger begannen mit einem erneuten Aufleben der Konfrontation der Nuklear-Supermächte USA und Sowjetunion. Stellvertreterkriege in Afghanistan und Lateinamerika sowie die Stationierung von amerikanischen Marschflugkörpern in Europa sorgten für die Verschärfung des Konflikts. Präsident Reagan galt als antikommunistischer Hardliner und war gegen die Entspannungspolitik der siebziger Jahre. Unter seiner Regierung begann das Wettrüsten mit den Staaten des Warschauer Pakts. Der Kalte Krieg eskalierte.

Sendetermine

Montag, 01.04.2019 20:15
Dienstag, 02.04.2019 14:05
Donnerstag, 04.04.2019 01:05
Donnerstag, 04.04.2019 05:10

Zu Beginn des Jahrzehnts nutzten die meisten Leute Technik, die es schon seit Jahrzehnten gab: Schreibmaschine, Taschenrechner, Fernseher oder Plattenspieler. Digital war höchstens die Armbanduhr. Der Walkman galt als große Innovation: ein kompaktes Gerät, mit dem man seine Lieblingsmusik endlich auch unterwegs anhören konnte. Videorekorder ermöglichten zeitversetztes Fernsehen und sorgten für einen Boom auf dem Heimkinomarkt. Videospiele wurden zu einem Phänomen - besonders unter Jugendlichen. Die ersten Mobiltelefone begannen, die Nutzer immer und überall zu vernetzen.

Sendetermine

Montag, 01.04.2019 21:00
Dienstag, 02.04.2019 14:50
Donnerstag, 04.04.2019 01:50
Donnerstag, 04.04.2019 06:00

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