Wie die Deutschen Reiseweltmeister wurden: Zu Lande, zu Wasser und in der Luft! Beim Tourismus handelt es sich um eine junge Form des Reisens: eine Reise ohne offensichtlichen Zweck.
In den 1920er-Jahren können die Deutschen durch gesicherten und bezahlten Urlaub erstmals auf Reisen gehen. Den Massentourismus erfinden jedoch erst die Nationalsozialisten mit „Kraft durch Freude“. Bis Mitte der 50er-Jahre verreisen mehr Westdeutsche als vor dem Krieg. Mit Aufkommen des Jumbo-Jets streben die Touristenströme zu billigen Zielen. Mallorca wird zur „Putzfraueninsel“.
In der DDR ist der organisierte Tourismus subventioniert. Der Reisemarkt steht unter staatlicher Aufsicht. Erst in den 60er-Jahren gewinnen Individualreisen an Bedeutung. Die eingeschränkte Reisefreiheit trägt auch zum Untergang der DDR bei.
Heute fahren fast drei Viertel der Deutschen einmal im Jahr in Urlaub. Die Corona-Krise zeigt der Tourismus-Branche jetzt ihre Grenzen.